Case Studies

Nachfolgend finden Sie eine Auswahl an Case Studies, die exemplarisch verschiedene Beratungsmandate und deren erfolgreiche Umsetzung durch Via Regia Consilium darstellen.

Strategische Stabilisierung eines Schweizer Medien- und Druckunternehmens in einer komplexen Nachlasskrise

Ausgangslage

Ein traditionsreiches Schweizer Medien- und Druckunternehmen befand sich nach dem Tod seines Inhabers in einer geordneten, finanziell soliden Situation mit einem Unternehmenswert von rund 6 Mio. CHF.
Nach der Übernahme durch den Willensvollstrecker kam es jedoch innerhalb von fünf Jahren zu gravierenden Fehlentscheidungen und erheblichen finanziellen Unregelmäßigkeiten. Unternehmenswerte in Höhe von 3,5 bis 4 Mio. CHF gingen verloren, gleichzeitig entstanden neue Verbindlichkeiten von rund 3 Mio. CHF.
Im Oktober 2024 drohte die sofortige Betriebseinstellung durch zentrale Lieferanten – ein unkontrollierter Konkurs schien unausweichlich.

Aufgabe

Ziel war die Stabilisierung des Unternehmens ohne zusätzliche Kapitalmittel, die Sicherung der Arbeitsplätze sowie die Schaffung einer strukturierten Basis, um die Ansprüche der Erben gegenüber dem Willensvollstrecker zu wahren.
Gleichzeitig sollte Zeit gewonnen werden, um rechtliche Maßnahmen vorzubereiten und einen geordneten Übergang sicherzustellen.
Ein wesentliches Element des Mandats war zudem die erfolgreiche Entlassung des Willensvollstreckers – ein Schritt, der aufgrund hoher rechtlicher Hürden selten gelingt und entscheidend für die Wiederherstellung der Kontrolle über das Nachlassvermögen war.

Vorgehen

  • Übernahme der operativen Verantwortung in einer akut eskalierenden Unternehmenskrise
  • Sicherstellung der Betriebsfortführung über nahezu ein Jahr (Oktober 2024 – September 2025) ohne externe Finanzierung
  • Neuverhandlung sämtlicher wesentlicher Lieferantenbeziehungen zur Aufrechterhaltung der operativen Leistungsfähigkeit
  • Sicherung aller Löhne sowie teilweiser Abbau der Schuldenlast
  • Umfassende Aufarbeitung der Finanzflüsse als Grundlage für rechtliche Schritte gegen den Willensvollstrecker
  • Begleitung des Verkaufs des werthaltigen Unternehmensbereichs an einen neuen Eigentümer
  • Vorbereitung und strukturierte Übergabe in ein gerichtlich überwachtes Nachlassverfahren

Ergebnis

  • Der unmittelbare Konkurs konnte abgewendet und in ein geregeltes, geordnetes Verfahren überführt werden
  • Alle Löhne wurden fristgerecht bezahlt und der operative Betrieb blieb bis zum Verkauf voll handlungsfähig
  • Durch die Stabilisierung wurde ein strukturierter Verkauf des werthaltigen Betriebsteils ermöglicht
  • Den Erben wurde die Grundlage geschaffen, ihre Forderungen gegenüber dem Willensvollstrecker durchzusetzen
  • Die erfolgreiche Entlassung des Willensvollstreckers stellt einen seltenen Präzedenzfall dar und war zentral für die weitere Sanierung und rechtliche Aufarbeitung
  • Der Fall gilt als Beispiel für eine kontrollierte Krisenbewältigung ohne Fremdmittel, bei der wirtschaftliche Substanz und rechtliche Ansprüche nachhaltig gesichert werden konnten

Aufbau und internationale Skalierung eines Edelmetallhandelsunternehmens

Ausgangslage

Ein mittelständisches deutsches Unternehmen war im Goldankauf tätig und erzielte rund 1,5 Mio. € Jahresumsatz.
Die erste Anfrage bezog sich auf die Optimierung der Druck- und Vertriebskosten für regionale Werbeaktionen.
Die Werbemittel wurden über einen verbundenen Copyshop produziert und manuell verteilt, mit hohen Kosten und geringer Reichweite.

Vorgehen

  • Kostensenkung um über 50 % bei Druck und Verteilung durch Umstellung auf professionelle Postverteilung
  • Aufbau einer zentralen Organisationsstruktur in der Schweiz zur Steuerung aller Ankaufsaktionen
  • Gründung einer eigenen Werbeagentur mit 9 Mitarbeitenden zur Planung, Gestaltung und Druckabwicklung
  • Schrittweise internationale Expansion: Schweiz → Österreich → Schweden → Dänemark → Frankreich → Niederlande
  • Verhandlungen mit Zoll- und Finanzbehördender beteiligten Länder zur Abstimmung des Steuer- und Verrechnungsmodells
  • Einführung eines „Tax plus 2 %“-Systems: Lokale Kosten und Aufwendungen im jeweiligen Land, zentrale Versteuerung der Erträge in der Schweiz
  • Einstellung von Goldschmieden und Aufbau zentraler Weiterverarbeitung Organisation und Logistik von bis zu 5.500 Verkaufsaktionen pro Jahr

Ergebnis

  • Gesamtumsatzsteigerung von 1,5 Mio. € auf über 13 Mio. € jährlich
  • Effiziente, steuerlich abgestimmte Struktur über sechs Länder hinweg
  • Nachhaltige Zentralisierung und Skalierbarkeit des gesamten Geschäftsmodells
  • Etablierung der Organisation als führender, international agierender Anbieter im Edelmetallhandel

Strategische Reorganisation eines Schweizer Leitungssanierers – Bildung eines neuen Marktes und erfolgreicher Unternehmensverkauf

Ausgangslage

Ein Schweizer Leitungssanierer war ursprünglich auf die Sanierung von Wasserleitungen spezialisiert und operierte überwiegend im Einzelauftragsgeschäft für Einfamilienhäuser. Trotz solider technischer Kompetenz war das Geschäftsmodell wirtschaftlich zu kleinteilig, stark volatil und abhängig von kurzfristigen Projektvergaben.

Aufgabe

Ziel war die Entwicklung einer umfassenden strategischen Reorganisation. Diese sollte die Abhängigkeit vom Einzelkundengeschäft reduzieren, Skalierbarkeit ermöglichen und die Grundlage für die Bildung eines neuen Marktes sowie dessen erfolgreiche Einnahme schaffen, indem das Unternehmen im Schweizer Markt als leistungsfähiger Komplettanbieter positioniert wird.

Vorgehen

  • Erweiterung des Leistungsspektrums um Abwasser-, Gas- und Fussbodenheizungssanierungen
  • Integration zusätzlicher Kernkompetenzen durch gezielte Zukäufe und interne Neuaufbauten
  • Einführung einer projektorientierten Struktur für Überbauungen und Großaufträge
  • Aufbau einer zentralisierten Angebots-, Planungs- und Logistikorganisation
  • Repositionierung als einziger Anbieter in der Schweiz, der sämtliche leitungsgebundene Sanierungen innerhalb von Gebäuden und gesamten Überbauungen aus einer Hand anbietet – ein wesentlicher Schritt zur Erschließung und Besetzung eines neuen Marktsegments

Ergebnis

  • Signifikante Steigerung von Auftragsvolumen, Rentabilität und Marktanteil
  • Stabilisierung des Geschäftsmodells durch langfristige Projektpipelines und Großaufträge
  • Erfolgreicher Verkauf an eine internationale Unternehmensgruppe zwei Jahre nach Abschluss der Reorganisation
  • Nachhaltige Wertsteigerung sowie strategische Zukunftssicherung für das Unternehmen